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Weltweite Konkurrenz setzt Deutschland bei Industrie 4.0 unter Druck

Von Andreas Behrendt, Richard Kelly, Sebastian Stoffregen, und Raphael Rettig
Weltweite Konkurrenz setzt Deutschland bei Industrie 4.0 unter Druck

Digitale Produktion hat für 69% der Industrieunternehmen in Deutschland höchste Priorität – China und Indien besonders interessiert – Talentmangel als Wachstumshemmnis

Der globale Wettlauf um die Innovationsführerschaft in der Industrie 4.0 nimmt Fahrt auf: In 68% der Industrieunternehmen weltweit hat die Digitalisierung der Produktion höchste Priorität. Deutschland liegt mit 69% im globalen Durchschnitt – doch Unternehmen in China (87%) und Indien (94%) widmen dem Thema noch größere Aufmerksamkeit. 28% der deutschen Unternehmen meinen, dass sie in ihrer Branche Vorreiter bei Industrie 4.0 seien, 64% sehen sich gleichauf mit der Konkurrenz. Diese Selbsteinschätzung kann jedoch täuschen: Erst in 21% der deutschen Firmen werden die wichtigsten Industrie-4.0-Anwendungen wie digitales Performancemanagement, KI-basierte Nachfrageprognose oder 3D-Druck schon umfassend angewendet. In China und Indien sind es mehr als 30%. Die rund 100 befragten deutschen Unternehmen investieren im Schnitt knapp 50 Mio. Euro pro Jahr in Industrie 4.0; 13% investieren mehr als 100 Mio. Euro. Das ergab die jährliche Industrie-4.0-Studie mit dem Titel "Digital Manufacturing – escaping pilot purgatory" von McKinsey & Company. Hierfür wurden bereits zum vierten Mal 700 Manager in Deutschland, den USA, China, Japan, Indien, Frankreich und Brasilien befragt.

Weiterer Autor: Simeon Mußler. 

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